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Russland-Anleihen? Märkte sagen Nein Danke

16. April 2014
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(Quelle: Dealogic)

Egal wie die Krise in der Ukraine weiter- oder ausgehen wird, ein Verlierer zeichnet sich bereits ab: Russland scheint den Zugang zum Kapitalmarkt zu verlieren. Darauf deuten heute veröffentlichte Daten von Dealogic hin.

Demnach brach das Geschäft mit Fremdkapital-Instrumenten (DCM, in der Regel Anleihen) im laufenden Jahr regelrecht ein. Es sank um 74 Prozent auf nur noch 9,1 Mrd. Dollar. Damit stehen russische Emittenten nur noch für ein Prozent der Emissionen in der Region EMEA, im Vorjahreszeitraum waren es noch vier Prozent.

Zu Jahresbeginn war das DCM-Geschäft in den Schwellenländern wegen der Aussicht auf das Tapering der Fed eingebrochen. Dies dürfte auch Russland, das R in BRIC, betroffen haben. Doch zuletzt hatte das Geschäft allgemein wieder angezogen, selbst verschiedene afrikanische Staaten waren jüngst am Anleihemarkt aufgetreten. Das spricht dafür, dass Russland derzeit bei Investoren nicht gut gelitten ist. Kein Wunder, dass der Staat heute eine Emission abgesagt hat.

Die jüngere Geschichte zeigt, dass nationales Pathos und aggressive Rhetorik nicht vertrauensbildend wirken. Wie schlimm muss es um Russland stehen, wenn seine Mächtigen derart imperial argumentieren und propagandieren wie derzeit auf Kosten der wirtschaftlichen Zukunft.

(Stefan Schaaf, April 2014)

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